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Rheinpfalz berichtet über erfolgreichen Abschluss des Schutzschirmverfahrens bei Eichenauer

Patric Naumann
22. September 2026
Rheinpfalz berichtet über erfolgreichen Abschluss des Schutzschirmverfahrens bei Eichenauer

Die Rheinpfalz hat in ihrer Berichterstattung den erfolgreichen Abschluss des Schutzschirmverfahrens der Eichenauer GmbH & Co. KG aufgegriffen. Der Artikel „Schutzschirm endet mit hoher Quote“ zeichnet den Weg des traditionsreichen Unternehmens aus der Südpfalz von der Antragstellung bis zur Aufhebung des Verfahrens nach.

Das Verfahren konnte nach etwas mehr als einem Jahr über einen Insolvenzplan abgeschlossen werden. Für die Gläubiger ergibt sich eine Quote von rund 30 Prozent – ein im Insolvenzverfahren bemerkenswertes Ergebnis.

Als Generalbevollmächtigter und Insolvenzrechtsexperte begleitete Patric Naumann, Partner der Kanzlei Pabst Lorenz + Partner mbB (PLUP) in Mannheim, das Verfahren. Gemeinsam mit der Geschäftsführung, dem Sachwalter und den weiteren Verfahrensbeteiligten wurde die Restrukturierungsstrategie fortlaufend an die veränderten wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst.

Eichenauer war über viele Jahrzehnte als Spezialist für elektrische Heizelemente und Thermomanagement-Lösungen, insbesondere für Anwendungen im Automotive-Bereich, geprägt. Wie die Rheinpfalz berichtet, veränderten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Automotive-Sektor während des Verfahrens grundlegend. Insbesondere die Anpassung von Abruf- und Produktionsplanungen eines wesentlichen Kunden erforderte eine Neubewertung der zunächst vorgesehenen Sanierungsschritte.

Vor diesem Hintergrund war die Schließung des Produktionsstandorts in Hatzenbühl unvermeidlich. Auch der Standort in Tschechien, der ursprünglich teilweise Produktionskapazitäten aus Hatzenbühl übernehmen sollte, wurde letztlich geschlossen. Die Produktion in Hatzenbühl endete im Februar 2026.

Gleichzeitig konnten wesentliche Teile der internationalen Unternehmensstruktur erhalten werden: Die Produktionsstandorte der Tochtergesellschaften in den USA und China bleiben bestehen. Die Muttergesellschaft wird künftig mit einem schlanken Team von Kandel aus als zentrale Einheit fortgeführt.

Ein bedeutender Erfolgsfaktor war die geordnete Verwertung der Anlagegüter der geschlossenen Standorte. Maschinen und sonstige Anlagen konnten – teilweise mit Unterstützung eines professionellen Verwerters – erfolgreich veräußert werden. Die daraus erzielten Erlöse haben wesentlich zu der vergleichsweise hohen Gläubigerquote beigetragen.

Die Rheinpfalz hebt zudem den Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervor. Viele Beschäftigte blieben bis zum Ende der Produktion an Bord und ermöglichten damit die Aufrechterhaltung der Fertigung bis zum vorgesehenen Abschluss. Für die betroffenen Beschäftigten wurde ein gut dotierter und voll werthaltiger Sozialplan umgesetzt.

Der Abschluss des Schutzschirmverfahrens zeigt, dass auch bei einer erheblich veränderten Ausgangslage durch eine flexible Anpassung der Restrukturierungsstrategie, eine professionelle Verwertung und die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten ein geordneter Abschluss mit substanzieller Gläubigerbefriedigung erreicht werden kann.

Quelle: Die Rheinpfalz, Artikel „Schutzschirm endet mit hoher Quote“.